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Valerias Blog

Valeria Eckardt ist Promotionsstudentin und Graduiertenstipendiatin am Psychologischen Institut der Deutschen Sporthochschule Köln und bloggt seit Juli 2020 über ihr Promotionsprojekt.

Wie aus Präsentationen Geschichten werden können

Mögt ihr Geschichten? Ich habe mich vor kurzem im Geschichten erzählen, oder eher im Storyboarding wie es modern heißt, geübt. Ende Juni habe ich einen Workshop darüber geleitet, welche Erfahrungen Eltern in Fußball-Nachwuchsleistungszentren machen, wie Eltern eingebunden und unterstützt werden können. Als Vorbereitung für diesen Workshop hatte ein Kollege einen Buchtipp parat.

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Der Dschungel der Bürokratie

In weniger als einer Woche ist es soweit. In weniger als einer Woche werde ich rund 8000 Kilometer entfernt meinen Forschungsaufenthalt in den USA starten. Im Moment laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Post umstellen, Wohnung für meine Zwischenmieterin vorbereiten, Abschiedsessen, letzte Arztbesuche und natürlich den bürokratischen Aufwand, den es für Reisen unter Corona im Moment benötigt. Wer glaubt, dass Deutschland das Land der Bürokratie ist, kennt die derzeitigen Einreisebestimmungen in die USA noch nicht.

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Ortswechsel

Es gibt Neuigkeiten: Ab Juli geht es für mich vier Monate in die USA! Genauer gesagt: ins Families in Sport Lab der Utah State University. Im Oktober hatte ich mich auf das Doktorandenprogramm der „German-American Fulbright Commission“ beworben, in dem Nachwuchswissenschaftler*innen für einen mehrmonatigen Forschungsaufenthalt in den USA gefördert werden, um die Wissenschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern zu stärken. Vor Kurzem kam die Zusage, nach der ich erst einmal ein wenig sprachlos war – und, zugegebenermaßen: Das bin ich eigentlich selten.

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Was mir 2020 gebracht hat

Vor Weihnachten habe ich lange überlegt, mit welchem Thema ich mich im neuen Jahr bei euch zurückmelden könnte. Natürlich kamen mir als erstes die üblichen Neujahrsvorsätze in den Kopf, aber seien wir mal ehrlich: Wer hält das schon durch? Dann bin ich zum allgegenwärtigen Thema gekommen – Corona. Das Coronavirus hatte und wird sicherlich weiterhin Auswirkungen auf meine Promotion und die Projektplanung haben, aber dem könnte ich auch an späterer Stelle noch einen Beitrag widmen. Schließlich habe ich auf Twitter einen Beitrag gesehen, der mich inspiriert hat. Eine Wissenschaftlerin hat dort drei Fragen zum Jahresabschluss an die „Academic community“, wie es so schön heißt, gestellt:

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Ein Gedankenexperiment


Wenn mir eine Person in der psychologischen Beratung begegnet, betrachte ich sie und ihr Verhalten als Teil verschiedener übergeordneter Systeme. Ein solches System kann etwa die Familie sein, der Kreis aus Kolleginnen und Kollegen an der Arbeit oder natürlich auch die Sportmannschaft. Kurzum: Ich bin Systemikerin. Aus der Vielfalt der psychologischen Ansätze habe ich den der Systemischen Therapie und Beratung gewählt. Diese Perspektive übertrage ich in meine Promotion. Für meine Forschungsfrage zoome ich in das sogenannte Sub-System der beiden Elternteile hinein und untersuche, wie sie gemeinsam als Paar mit Stress und Emotionen im Nachwuchsfußball umgehen. Die Herausforderung dabei ist, dass die Eltern natürlich wiederum Teil weiterer relevanter Systeme im Sport des Kindes sind: der Familie, der Zuschauer bei einem Spiel, dem Athletic Triangle aus Kind, Eltern und Trainer*in (Wylleman, 2000) oder der Elterngemeinschaft, die zum Fußballclub des Kindes gehört. Ihr merkt schon: Menschen, ihre Beziehungen und Interaktionen sind ganz schön komplex.

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