Ortswechsel

Es gibt Neuigkeiten: Ab Juli geht es für mich vier Monate in die USA! Genauer gesagt: ins Families in Sport Lab der Utah State University. Im Oktober hatte ich mich auf das Doktorandenprogramm der „German-American Fulbright Commission“ beworben, in dem Nachwuchswissenschaftler*innen für einen mehrmonatigen Forschungsaufenthalt in den USA gefördert werden, um die Wissenschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern zu stärken. Vor Kurzem kam die Zusage, nach der ich erst einmal ein wenig sprachlos war – und, zugegebenermaßen: Das bin ich eigentlich selten.

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Was mir 2020 gebracht hat

Vor Weihnachten habe ich lange überlegt, mit welchem Thema ich mich im neuen Jahr bei euch zurückmelden könnte. Natürlich kamen mir als erstes die üblichen Neujahrsvorsätze in den Kopf, aber seien wir mal ehrlich: Wer hält das schon durch? Dann bin ich zum allgegenwärtigen Thema gekommen – Corona. Das Coronavirus hatte und wird sicherlich weiterhin Auswirkungen auf meine Promotion und die Projektplanung haben, aber dem könnte ich auch an späterer Stelle noch einen Beitrag widmen. Schließlich habe ich auf Twitter einen Beitrag gesehen, der mich inspiriert hat. Eine Wissenschaftlerin hat dort drei Fragen zum Jahresabschluss an die „Academic community“, wie es so schön heißt, gestellt:

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Schwerelos für die Forschung

Einmal schwerelos sein. Auch auf der Erde ist das möglich – und zwar bei Parabelflug-Kampagnen. Ein umgebautes Passagierflugzeug – Angela Merkels altes Regierungsflugzeug – fliegt dafür eine zur Erdoberfläche geöffnete Wurfparabel. Wird dieses Manöver von außen gefilmt, sieht es ziemlich spektakulär aus.

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Ein Gedankenexperiment


Wenn mir eine Person in der psychologischen Beratung begegnet, betrachte ich sie und ihr Verhalten als Teil verschiedener übergeordneter Systeme. Ein solches System kann etwa die Familie sein, der Kreis aus Kolleginnen und Kollegen an der Arbeit oder natürlich auch die Sportmannschaft. Kurzum: Ich bin Systemikerin. Aus der Vielfalt der psychologischen Ansätze habe ich den der Systemischen Therapie und Beratung gewählt. Diese Perspektive übertrage ich in meine Promotion. Für meine Forschungsfrage zoome ich in das sogenannte Sub-System der beiden Elternteile hinein und untersuche, wie sie gemeinsam als Paar mit Stress und Emotionen im Nachwuchsfußball umgehen. Die Herausforderung dabei ist, dass die Eltern natürlich wiederum Teil weiterer relevanter Systeme im Sport des Kindes sind: der Familie, der Zuschauer bei einem Spiel, dem Athletic Triangle aus Kind, Eltern und Trainer*in (Wylleman, 2000) oder der Elterngemeinschaft, die zum Fußballclub des Kindes gehört. Ihr merkt schon: Menschen, ihre Beziehungen und Interaktionen sind ganz schön komplex.

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Rollator-Roboter: Begegnung mit der Zukunft

Als eine von 15 Proband*innen durfte ich den neuen „Robo-Trainer“ testen.


Fabian Göll überwacht den Versuchsaufbau am PC. Hier beim Probanden René.

Eines, was ich besonders an meiner Arbeit an der Sporthochschule mag, ist, Forschungsprojekte live miterleben zu können. Mit live meine ich nicht nur, dabei zu sein und Fotos oder Videos zu machen, sondern mich aktiv als Probandin zur Verfügung zu stellen. So erlebt man die Leidenschaft für ein bestimmtes Thema, die Präzision in der Ausführung und die Zukunftsvision der Wissenschaftlerinnen nochmal auf eine ganz andere Art.

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Alles eine Frage der Betreuung?


Ich bin zu einer Erkenntnis gelangt. Der Erkenntnis, dass eine Betreuung und Begleitung während der Promotion essenziell ist. Und dass ich mich angesichts meiner Betreuungssituation glücklich schätzen darf. Die Betreuung des wissenschaftlichen Nachwuchses sollte verbindlich, fachlich und sozial kompetent sowie entwicklungsorientiert sein. Unter entwicklungsorientiert verstehe ich eine gute Balance zwischen Anforderungen und Förderung, zwischen kritischen Impulsen und fachlichem Input. Und dazu gehört auch positives Feedback. Besonders die deutsche Feedback-Kultur zeichnet sich durch eine eher defizit-orientierte Sichtweise aus – ein Lob oder Kompliment muss fast ausdrücklich eingefordert werden.

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