Autoren durchstöbern

Marilena Werth

Erste Fußballpraxiseinheiten im neuen M.A. Spielanalyse

Teilnehmer bei der Vorbesprechung der Praxiseinheit in Halle 22
Teilnehmer bei der Vorbesprechung der Praxiseinheit in Halle 22

Seit diesem Semester gibt es an der Sporthochschule einen neuen Masterstudiengang. Der weiterbildende Masterstudiengang M.A. Spielanalyse ist auf zwei Jahre angelegt. In jedem Semester finden zwei Präsenzwochen mit jeweils sechs Unterrichtstagen statt, in denen die Inhalte der verschiedenen Module vermittelt werden.

Die erste Kohorte des Masterstudiengangs bestritt diese Woche ihre erste Präsenzphase. Nachdem sie am Dienstag Basketball spielten, stand für die Studierenden (21 junge Männer die überwiegend aus der Sportart Fußball stammen) heute Fußball auf dem Programm.

Dr. Sebastian Schwab vom Institut für Kognitions- und Sportspielforschung leitet die Fußballeinheit
Dr. Sebastian Schwab vom Institut für Kognitions- und Sportspielforschung leitet die Fußballeinheit
IMG_6158
Dr. Schwab gibt den Studierenden Anweisungen zu den Aufgaben während des Übungsspiels

Die Studierenden sollen in der ersten Woche unter anderem  die methodischen und statistischen Grundlagen der Spielanalyse erlernen, diese theoretischen Kenntnisse dann aber auch direkt in der Praxis umsetzen. In der ersten Präsenzphase werden hierzu Videoaufnahmen von der Basketball- und Fußballpraxiseinheit aufgenommen und von den Studierenden schon während der Einheit mit der Paper-Pencil-Methode analysiert.

Team "Rot"
Team “Rot”

Die Fußballeinheit startete mit einem kurzen Aufwärmspiel zum Kennenlernen. Die Gruppe wurde anschließend in drei Mannschaften geteilt, von denen zwei gegeneinander spielten und eine das Spiel beobachtete. Zum Schluss wurde ein Turnierspiel, bei dem die Teilnehmer gegeneinander spielten, gefilmt. Diese Aufnahmen  stehen im darauffolgenden Seminar bereits zur Verfügung. Dabei sollen von den Studierenden besonders die verschiedenen Einflussgrößen (z.B: Spielfeldgröße) in den unterschiedlichen Sportspielen herausgearbeitet werden.

Studierende des Masterstudiengangs bei der ersten Spielaufgabe
Studierende des Masterstudiengangs bei der ersten Spielaufgabe

 

Feierliche Verabschiedung und Falschgeld

Nach fünf intensiven Seminartagen wurde das 9. Sportwissenschaftliche Olympiaseminar der Deutschen Olympischen Akademie feierlich beendet.

Coubertin Stehle mit Kranz
Coubertin-Stele mit Kranz

Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde zunächst ein Kranz an der Coubertin-Stele, in der das Herz von Pierre de Coubertin ruht, niedergelegt. Der Gründer der modernen Olympischen Spiele verfügte nach seinem Tod, dass sein Herz in Olympia beigesetzt werden soll. Zudem wurde eine Auswahl von Zitaten von Coubertin verlesen.

Anschließend hielten eine studentische Vertreterin und zwei Dozierende jeweils eine Rede in denen die vergangene Woche resümiert wurde. Zum Abschluss wurde die Olympische Hymne gespielt.

Feuershow der Uni Kaiserslautern
Feuershow der Uni Kaiserslautern

Nach dem “Offiziellen Teil” der Abschlussveranstaltung hatten die Studierenden die Gelegenheit dazu, den “Social Evening” selbst zu gestalten. Dabei wurden bislang unentdeckte Talente wie tolle Singstimmen und Feuerkünstler entlarvt. Es wurde ein Quiz gespielt in dem ein gewisser “Herodes Atticus” eine zentrale Rolle spielte. (Während der Führungen in den vergangenen Tagen stellte sich nämlich heraus, dass Atticus für die Finanzierung vieler Sportstätten verantwortlich gewesen war. Bei jeder Besichtigung wurde erwähnt, dass Atticus den Bau finanziert hatte. Die Studierenden führten also ein, auf jede Geldfrage die Antwort “Herodes Atticus” zu geben…..”Wer gibt die nächste Runde aus?” – Natürlich Herodes Atticus ;))

Oben: Ein echter 10€-Schein Unten: Falschgeld
Oben: Ein echter 10€-Schein
Unten: Falschgeld

Apropos Finanzen: Von der Finanzkrise in Griechenland hatte ich auf der Reise nicht viel mitbekommen. Das änderte sich, als ich mir im Supermarkt eine Flasche Wasser kaufen wollte und der Verkäufer meinen 10€-Schein mit den Worten: “This is no good!” ablehnte. Es dauerte eine Weile bis ich verstanden hatte, dass ich wohl irgendwann Falschgeld als Wechselgeld zurückbekommen hatte. Im Nachhinein hätte man es merken können…der Schein ist kleiner und fühlt sich an wie Papier.

Blick über das Tal bei Delphi
Besichtigungsgruppe aus Bus 2 mit Blick über das Tal bei Delphi
Antikes Stadion von Delphi mit Shirt der Uni Augsburg
Antikes Stadion von Delphi mit Shirt der Uni Augsburg

Am Tag nach der Abschlussfeier wurde die letzte Ausgrabungsstätte in Delphi besucht. Diese liegt am Berghang mit atemberaubenden Ausblick ins Tal. Dieser Ort wurde für die Pythischen Spiele gewählt, da dort eine Wasserquelle zu finden war. Außerdem war Delphi eine der bedeutendsten Weissagungsstätten des antiken Griechenlands und galt lange Zeit als Mittelpunkt der Welt.

Die Teilnehmerinnen aus Schwäbisch-Gmünd mit ihren Sonnenhüten
Die Teilnehmerinnen aus Schwäbisch-Gmünd mit ihren Sonnenhüten

In Delphi findet man außerdem das sogenannte “Schatzhaus der Athener”, das zur Aufbewahrung von Weihgeschenken der Stadt Athen errichtet wurde. Es kam mir irgendwie bekannt vor…

SpoHo-Tempel?! :)
SpoHo-Tempel?!

Mit einem Olympiasieger Olympia erkunden

SpoHos nach ihrem Seminar
SpoHos zusammen mit Biathlon-Olympiasieger Michael Greis nach ihrem Seminar

Nach anregenden Diskussionen über die Meinungen der Teilnehmenden zu Hamburg 2024, die sich im Rahmen unseres Seminars ergeben hatten, konnten wir als ein erstes Fazit das Stimmungsbild von 84% Ja-Stimmen zu 16% Nein-Stimmen einholen. Ein Ergebnis, das sicher im Vergleich zur Gesamtbevölkerung sehr positiv ist.

Seminar der Sporthochschule
Seminar der Sporthochschule in der Lecture Hall der IOA

Da auch Michael Greis sich für unser Seminar interessiert hatte, ergab sich für uns im Anschluss eine gute Gelegenheit um “Fanfotos” zu machen. Dabei hatten nicht nur wir Spaß. Auch “Michi”, der selbst Student ist und sich während der ganzen Zeit perfekt in unsere Gruppe eingefügt hat, hatte sichtlich Freude.

Michi Greis betrachtet das Bild von sich, Katharina und Jessica
Michi Greis betrachtet das Bild von sich, Katharina und Jessica

Nach den ersten theorielastigen Seminartagen und lustigen Kennenlernspielen der Uni Augsburg, stand endlich die Besichtigung der Ausgrabungsstätten von Olympia auf dem Programm.

Schick herausgeputzte Augsburger, die als Griechen verkleidet die Kennenlernspiele anleiteten.
Schick herausgeputzte Augsburger, die als Griechen verkleidet die Kennenlernspiele anleiteten.

Etwas, das jeder Sportstudent mal gemacht haben sollte, ist die 192,28 Meter lange Laufbahn des Stadions von Olympia entlangzulaufen. Wir haben es jetzt hinter uns und es war ein ganz besonderes Erlebnis dort zu laufen, wo die Olympischen Spiele ihren Ursprung haben.

SpoHos in traditioneller Sprintstart-Position auf den Startschwellen des Stadions von Olympia
SpoHos in traditioneller Sprintstart-Position auf den Startschwellen des Stadions von Olympia

Seinen Ursprung hat auch das Olympische Feuer in der antiken Stätte von Olympia. Mehrere Monate im Vorfeld der Olympischen Spiele wird das Feuer hier unter Bündelung des Sonnenlichts mit Hilfe eines Parabolspiegels entzündet und startet von Olympia aus die Reise bis hin zum jeweiligen Austragungsort. Die erste Station ist dabei das Panathinaikon-Stadion in Athen, das wir bereits besucht haben.

Ort der Entzündung des Olympischen Feuers.
Ort der Entzündung des Olympischen Feuers.

Nach dem Besuch der antiken Ausgrabungsstätte schauten wir uns noch das dazugehörige Museum an, in dem zahlreiche Fundstücke ausgestellt sind. Besonders eindrucksvoll sind die Marmor-Statuen, Vasen, Öllämpchen und der sehr filigran gearbeitet Schmuck.

Die kleinen pferdeförmigen Opfergaben sehen fast aus wie Kinderspielzeug
Die kleinen pferdeförmigen Opfergaben sehen fast aus wie Kinderspielzeug