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Marilena Werth

Auf den Spuren von Kaiserin Sissi

Julia und ich beim Training in der Wettkampfhalle in Rijeka
Julia und ich beim Training in der Wettkampfhalle in Rijeka

Nach unserer letzten Trainingseinheit vor dem Wettkampf hatten wir noch etwas Zeit um uns den Austragungsort Opatija anzuschauen.

Nachdem ich im Vorfeld der Reise mitbekommen hatte, dass Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn, besser bekannt als Sissi, in Opatija Kururlaub gemacht hatte war klar, dass ich das Haus finden muss in dem sie damals gewohnt hat. Jedes Kind hatte doch früher eine Serie, die es geliebt hat und bei mir waren das eben Heidi, Ocean Girl und Sissi. 😉 Andere Kinder aus den 90ern kennen sich damit bestimmt aus.

Also haben sich Julia und ich zusammen mit ein paar Anderen auf die Suche nach der Villa Angiolina gemacht und sie gefunden…

Villa Angiolina
Villa Angiolina

Nebenan haben wir noch gleich die Winterresidenz von Kaiser Wilhelm II. entdeckt.

Hier wohnte Kaiser Wilhelm II
Villa Amalia – Hier wohnte Kaiser Wilhelm II

Auch andere Berühmtheiten haben Opatija schon besucht. Festgehalten hat sie ein Künstler auf dieser Wand.

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Wenn man Bilder von diesem historischen Kurort sieht, weiß man wieso es so viele Berühmtheiten hier her verschlagen hat. Während die Adligen früher den Winter im maritimen Klima verbringen wollten, hat sich die Hochsaison mittlerweile in den Sommer verlagert. Jetzt im Winter ist es hier sehr ruhig. Viele Hotels sind sogar geschlossen. Schön ist es trotzdem…

Strandbad
Strandbad
Eine von vielen schönen Villen in Opatija
Eine von vielen schönen Villen in Opatija
Wahrzeichen von Opatija
Wahrzeichen von Opatija “Mädchen mit Möve” mit Möve auf dem Kopf 😀
Historische Kirche St. Jacob
Historische Kirche St. Jacob

Die besondere Stadt Rijeka

Selfie mit den Türkinnen von der Uludag Univerity
Selfie mit den Teilnehmerinnen der Uludag University (Türkei)

Universitäre Wettkämpfe haben einen ganz besonderen Charme. Ausschlaggebend dafür ist zum einen das lockere studentische Ambiente, zum Anderen die traditionellen Sightseeing-Angebote, die den Studierenden den Austragungsort näher vorstellen und dadurch eine besondere Beziehung zu diesem vermitteln.

Blick über Rijeka, das Meer liegt im Dunst
Blick über Rijeka, das Meer liegt im Dunst

Der Sightseeing-Trip führte heute in die nahegelegene Hafenstadt Rijeka, wo sich die Taekwondo-Halle befindet in der in den nächsten Tagen die Wettkämpfe stattfinden.

Kirche des Heiligen Veit auf dem 100 Kuna Schein
Kirche des Heiligen Veit auf dem 100 Kuna Schein

Der Hafen von Rijeka gehört zu den größten Häfen von Europa. Von hier gingen früher Verbindungen nach New York. 1912 war ein sehr berühmtes Schiff auf diese Route unterwegs, die “RMS Carpathia”. Eingefleischte “Titanic”-Kenner wissen, dass dieses Schiff den Überlebenden des Titanicunglücks als erstes zu Hilfe kam. 705 Menschen konnte sie damals das Leben retten. Daher befindet sich eine von lediglich vier erhaltenen Schwimmwesten der Titanic in einem Museum in Rijeka.

Ehemaliger Mahlstein der Papierfabrik
Ehemaliger Mahlstein der Papierfabrik

Eine weitere Besonderheit ist Rijekas Beziehung zu hochwertigem Papier. Früher befand sich hier eine der größten Fabriken, die Papier aus alten Stoffen herstellten. Unter Anderem wurden daraus die Verpackungen hochwertiger Zigaretten hergestellt.

Das sogenannte "Wohnzimmer", die Hauptstraße
Das sogenannte “Wohnzimmer”, die Hauptstraße

Rijekas Hauptstraße wird von den Einwohnern liebevoll “Wohnzimmer” genannt. Als deutsche Person schafft man es, diese Straße in sieben Minuten entlangzulaufen. Als einheimische Person gelingt dies nicht so leicht denn wer hier Bekannte trifft, setzt sich nicht selten drei bis vier Stunden in eines der vielen Cafés. Kroatinnen und Kroaten, so sagte man uns, haben nämlich eine ausgeprägte Kaffeekultur und genießen das Beisammensein mit einem guten Kaffee, sehr sympathisch. Schon Al Capone, Mussolini und Che Guevara sollen diese Straße entlanggegangen sein.

Training am Meer
Training am Meer

Am Nachmittag stand für Julia und mich noch eine lockere Trainingseinheit auf dem Programm. Diese absolvierten wir nicht in der Halle, sondern direkt vor unserem Hotel am Meer. Daran könnten wir uns gewöhnen! 😉

Nicht gerade schön aber man sieht, wie dicht wir am Meer waren :)
Nicht gerade schön aber man sieht, wie dicht wir am Meer waren 🙂
Taekwondo am Meer
Taekwondo am Meer

 

Studi-EM in Kroatien – Erste Impressionen

Der beschauliche Ort Opatija (Kroatien) ist diese Woche Heimat einer für seine Verhältnisse eher ungewöhnlichen Sorte von Menschen. In dem ehemaligen Kurort der österreichischen Adligen und Monarchen, sogar Kaiserin Sissi erholte sich hier zusammen mit ihrem Franz von den Strapazen des Alltags, finden die 4. Europäischen Taekwondo Universitätsmeisterschaften statt. Unter die schon etwas betagteren, ruhebedürftigen Kurgäste mischen sich also diese Woche zahlreiche kampflustige Taekwondoin aus ganz Europa – eine durchaus interessante Kombination!

Mit dabei sind Julia Ronken (3. Semester SMK) und Marilena Werth (5. Semester SPJ), die die Deutsche Sporthochschule Köln vertreten. Beide haben sich durch gute Platzierungen bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften für dieses Turnier qualifiziert.

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Julia Ronken (links) und Marilena Werth (rechts) kurz nach der Ankunft in Opatija

Hier erste Impressionen aus Kroatien. Morgen gibt’s mehr zu erzählen. Da veranstaltet das Orga-Team eine Sightseeingtour.

Orga Team der European Taekwondo Universities Championship (EUC)
Orga Team der Studi-EM (EUC)
Blick aus dem Hotelzimmer auf die Adria
Blick aus dem Hotelzimmer auf die Adria
Impressionen vom Joggen bei einem kurzen Zwischenstopp Inder Nähe von Zagreb
Impressionen vom Joggen bei einem kurzen Zwischenstopp in der Nähe von Zagreb
Angler in der Nähe von Zagreb
Könnte fast als ein bislang unentdecktes Bild von Caspar David Friedrich durchgehen. Wie wär’s mit “Angler in der Abendsonne”?
Viele Grüße aus Kroatien!
Herzliche Grüße aus Kroatien!