Neues im Projekt DENKSPORT

Training mit dem eigenen Körpergewicht war bei der Stretching und Toning Gruppe angesagt

Seit nunmehr elf Monaten bewegen sich die meisten Teilnehmer von Projekt DENKSPORT aktiv auf der Tartanbahn, im Wasser oder in unseren Turnhallen, um sich fit zu halten und damit die Forschung der Deutschen Sporthochschule Köln zu unterstützen. Die große Fragestellung des Projektes ist es, ob und wie Bewegung das Fortschreiten einer Demenz verhindern kann. Dazu forscht die Sporthochschule gemeinsam mit Universitäten aus den Niederlanden und Irland, welche im regelmäßigen Austausch untereinander stehen. Seit dem letzten Eintrag in unserem Blog ist so einiges passiert: unter anderem liefern die Ergebnisse des Halbjahrestests schon erste Vermutungen über den Erfolg- oder Misserfolg des Projekts, zudem haben die Probanden sehr gut zusammen gefunden und hatten viel Spaß beim letzten Sommerfest im September.

Aber der Reihe nach. Vor allem ist es toll, wie viele der Probanden immer noch an den Sportangeboten beteiligt sind. Über 60 Teilnehmer sind aktiv an mindestens zwei bis drei der 14 angebotenen Einheiten pro Woche mit dabei. Sieben dieser Angebote sind für die Ausdauergruppe konzipiert, die andere Hälfte bedient die Krafttrainingsgruppe. Zur Unterstützung dieser sind auch immer wieder Studierende des Studiengangs “Sport, Erlebnis und Bewegung” angehalten, bei Stunden zu hospitieren und später ein eigenes Stundenkonzept mit einer der Gruppen durchzuführen. Ein Plan, der beiden Seiten Spaß zu machen scheint, denn während für die Teilnehmer so fortlaufende Angebote mit neuen “Trainern” und Inhalten gesichert sind, kommen die Studis in Kontakt mit einer meist neuen Zielgruppe und sammeln wertvolle Erfahrungen beim Anleiten einer Trainingsstunde.

Die Anforderungen sollen, angeleitet von den Studis, …
…kognitiv wie körperlich möglichst passend auf die Probanden zugeschnitten sein…
…aber auch der Spaß darf nicht zu kurz kommen

Dass das Training für die Probanden mehr als nur eine Verbesserung in körperlichen Aspekten darstellt, zeigen zudem erste Ergebnisse aus den Untersuchungen. Diese weisen bei beiden Trainingsgruppen im Gegensatz zur Kontrollgruppe leichte bis deutliche körperliche Verbesserungen auf und legen einen Zusammenhang zwischen kognitiver Leistung und körperlicher Fitness durchaus nahe. Ebenso berichten sie, dass die meisten von ihnen wesentlich aktiver im Alltag werden und mehr Bewegung suchen als vorher.

Auch abseits der Einheiten und Tests scheinen sich die Projekt DENKSPORT-Teilnehmer gefunden zu haben. Nach einem erfolgreich durchgeführten Sommerfest im September, zu dem auch Freunde und Familie eingeladen waren, wurde zur Weihnachtszeit unabhängig voneinander jeweils ein “internes” Weihnachtsessen organisiert. Auch kleine Aufmerksamkeiten für die Gruppenleiter wurden zum Nikolaus verteilt.

Das Sommerfest im September mit toller Beteiligung

Da der einjährige Zeitraum des Projektes nun bald verstrichen ist, stehen schon in ein paar Wochen die großen Abschlusstests an. Hier werden die Probanden im wahrsten Sinne auf Herz und Nieren geprüft, sie müssen im Januar und Februar durch MRT, neuropsychologische Tests sowie Blutuntersuchungen und noch vieles mehr. Davor werden die Mitarbeiter Anfang Januar der kooperierenden Partner-Uni im niederländischen Nijmegen noch einen kleinen Besuch abstatten, um bisherige Eindrücke und Erfahrungen auszutauschen. Darüber hinaus möchte die Deutsche Sporthochschule Köln versuchen, das Konzept von Projekt Denksport langfristig zu etablieren und 2017 in einem Verbundprojekt mit verschiedenen Partnern im Raum Köln die Erfahrungen des Projektes der “breiten Öffentlichkeit” zugänglich zu machen: bereits am 11. März 2017 ist ein erster Aktionstag geplant, der allen interessierten Teilnehmern zugänglich sein wird.

Im neuen Jahr werden wir dann die “Abschlussprüfungen” besuchen, um euch auf dem Laufenden zu halten. Bis dahin frohe Weihnachten, einen guten Rutsch und bleibt sportlich!

Bleibt sportlich und nie den Spaß verlieren!

 

Ein Beitrag von Oliver Riedel


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