Der alternative Weg zur Universiade: Ein SpoHo-Student übernimmt administrative Arbeit

Bei der Eröffnungsfeier der Universiade in Neapel.

Es gibt mehrere Wege, bei der Universaide tätig zu sein. Nicht nur Athleten, sondern auch Experten aus anderen Bereichen sind bei großen Sportveranstaltungen gefragt. Maksim Berdnikov, der gerade im vierten Semester seinen Master an der Sporthochschule macht, hat schon drei Mal bei der Universiade gearbeitet. In seinem Beitrag berichtet er über seine Erfahrungen bei den letzten zwei Sportereignissen, der Winter- und der Sommeruniversiade 2019.

Winteruniversiade in Krasnojarsk

Dieses Jahr hatte ich die Chance, zwei Mal zur Universiade zu reisen. Im März war ich in Krasnojarsk, wo die Winteruniversiade stattfand. Da ich ursprünglich aus Russland komme, war mir dieses Land sehr gut bekannt, die Gastgeber-Stadt Krasnojarsk in Sibirien war aber auch für mich ein ganz neuer Ort. Bei der Winteruniversiade habe ich als freiwilliger Begleiter der deutschen Nationalmannschaft gearbeitet. Vor Ort habe ich während der zwei Wochen zusammen mit einer Partnerin aus der russischen Stadt Surgut 24 Athletinnen und Athleten und zirka 10 administrative Mitarbeiter betreute.

 

Ein Teil des deutschen Teams bei der Winteruniversiade.

Für diesen Volunteer-Job musste ich mich schon 2017 bewerben. Damals wusste ich nicht, dass ich ein Studium in Deutschland annehmen würde, wusste aber ganz genau, dass ich diese Veranstaltung auf keinen Fall verpassen wollte. Um den Job zu bekommen, musste ich zwei Runden Vorstellungsgespräche erfolgreich bestehen und mich vier Monate lang mit verschiedenen Materialen auseinandersetzen. Es war wichtig, dass ich im Voraus Informationen über die Stadt und die Sportanlagen sammele, damit es dann vor Ort einfacher ist, alle Fragen der Athletinnen und Athleten zu beantworten und eine vielseitige Unterstützung anzubieten.

 

 

Teilweise haben die Athletinnen und Athleten gar keine Vorstellung davon, wie viel Arbeit es ist, eine so große Veranstaltung wie die Universiade  vorzubereiten.  Damit sie in einem komfortablen Bus fahren können, in einem bequemen Zimmer wohnen und in einem gesunden Restaurant essenkönnen, muss jeder Schritt sehr gut geplant werden. In Krasnojarsk habe ich vier Wochen verbracht. Meine täglichen Ausgaben konnten sehr unterschiedlich aussehen. Meistens haben wir den Transport für die Athleten und den Delegationsleiter koordiniert, waren aber auch für die Anreise und Unterkunft verantwortlich. Manchmal sollten wir ganz früh aufstehen, um alles für den Tag gut zu planen. Die Zeit mit dem deutschen Team hat mir sehr viel Freude bereitet und ich habe einiges über Management von Sportevents praktisch gelernt.

 

Bei der Eröffnungsfeier der Universiade in Neapel.

Ende Juni habe ich überraschend noch eine Einladung bekommen, nach Neapel zu fahren und in der Presseabteilung der FISU ein Praktikum zu machen. Dort habe ich als Berichterstatter für sechs verschiedene Sportarten gearbeitet. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich zwar schon viel Erfahrung im Bereich Medien-Services gesammelt, aber nicht so oft Texte zu sportlichen Themen geschrieben. Ich musste jeden Tag einen Artikel schreiben, der interessante Einblicke in den Wettbewerb gibt. Um den Leserinnen und Lesern die ersten Eindrücke der Sportler zu vermitteln habe ich direkt nach den Wettbewerben kurze Gespräche mit den Athletinnen und Athleten geführt, die Medaillen gewonnen oder hervorragende Leistungen gezeigt haben.

 

 

Diese Arbeit war ziemlich stressig, weil ich jeden Tag zu einem neuen Ort fahren, in einer neuen Sportanlage arbeiten und mit neuen Leuten reden musste und dann auch noch sofort interessante Texte vorbereiten sollte. Trotz dieser Herausforderungen habe ich meine Zeit bei der Universiade sehr genossen und war stolz darauf, dass ich Teil der FISU-Familie sein durfte und meine Artikel auf der offiziellen Seite der FISU veröffentlicht wurden.

 

 

Die freiwillige Arbeit bei zahlreichen Sportveranstaltungen hat bei mir auf jeden Fall den Wunsch entwickelt, weiter in der Sport-Welt auf internationalem Niveau beschäftigt zu sein. Universiaden können in diesem Feld zusätzlich sehr gut zeigen, wie akademisches und sportliches Leben erfolgreich vereinbart werden kann. Ich hoffe, dass wir schon in sechs Jahren die Sommer-Universiade in Deutschland begrüßen und diese tolle Stimmung der studierenden Athleten mitfühlen können.

 

 

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