Nordhallen endgültig freigegeben!

Pünktlich zum Semesterstart sind die Nordhallen wieder freigegeben. Nachdem die abschließende Erfolgskontrollmessung in den Hallen 22 bis 24 bereits am Freitag positiv war, ist nun auch die Halle 21 für den öffentlichen Betrieb nutzbar. Noch nicht fertiggestellt ist die Wandverkleidung auf Grund der langen Bearbeitungs- und Lieferzeit der neuen Innenwandelemente. Damit der Lehrbetrieb wie geplant aufgenommen werden kann, wurde eine provisorische  Wandverkleidung erstellt. „Wir freuen uns, dass wir jetzt wieder aus dem Vollen schöpfen können und die Nordhallen mit Beginn des neuen Semesters wieder zur Verfügung stehen“, sagt Peter Kuster, Leiter  des Baudezernates.

Zweitliga-Auftakt im neu eröffneten Nordhallenkomplex

Am kommenden Samstag bestreitet das Volleyball-Team DSHS SnowTrex Köln sein erstes Meisterschaftsspiel in der 2. Volleyball-Bundesliga. Anpfiff der Partie gegen das frühere Erstligateam SCU Emlichheim ist um 19 Uhr in Halle 22. Mit diesem Spiel wird der Nordhallenkomplex für das kommende Wintersemester wieder der Nutzung übergeben – ehe in den Semesterferien die Arbeiten weiter gehen. DSHS-Vize-Kanzler Michael Krannich wird das Spiel offiziell eröffnen. Er war es auch, der den Kooperationsvertrag zwischen der SpoHo und dem FCJ Köln, dem Stammverein des Teams DSHS SnowTrex Köln, initiiert und unterzeichnet hat. Zudem gibt es noch zwei weitere Premieren: Zum einen wird das neue, farbige Spielfeld im blauen Farbton der DSHS sowie des Hauptsponsors SnowTrex eingeweiht. Zum anderen können die Zuschauer die Punktestände nun über die neue digitale Anzeigentafel in Halle 22 verfolgen.

Kölns Trainer Jimmy Czimek zum ersten Volleyball-Zweitliga-Spieltag in Köln seit über 20 Jahren: “… Mein Kader hat sich gefunden. Er ist über die Jahre zusammengewachsen und vor allem heiß auf das erste Saisonspiel.“ Beste Voraussetzungen für den Zweitliga-Showdown am kommenden Samstag.

Eingeschränkte Nutzung und Innenausbau der Wandverkleidung

Nach Aussage des BLB kann die Nordhalle ab Anfang Oktober 2012 (WS 2012/13) vorbehaltlich der Freimessung eingeschränkt zur Nutzung wieder übergeben werden. Auf Grund der langen Bearbeitungs- und Lieferzeit der neuen Innenwandelemente wird die Wandverkleidung in den Hallen zunächst nicht fertiggestellt sein. Zur Gewährleistung des Lehrbetriebs wird provisorisch eine textile Wandverkleidung erstellt. Der Wiederaufbau der Hallenwandverkleidung und die temporäre Schließung der Hallen ist zum Sommer- und Wintersemesterferien 2013 geplant. Die Wandverkleidung in der Halle 22 und Halle 23 wird voraussichtlich in der Zeit vom 7. Februar 2013 (nach dem Eignungstest) bis 31. März 2013 ausgeführt. In der Halle 24 und Halle 21 werden die Innenausbauarbeiten voraussichtlich ab 22. Juli 2013 begonnen und bis 30. September 2013 andauern. In dieser Zeit ist in den übrigen Hallen mit Lärmbelästigung zu rechnen.

 

2. Sanierungsabschnitt: Halle 21 und 24

In Halle 24 werden derzeit die beiden letzten Wandbereiche der Abschlussmessung unterzogen. In Halle 21 ist die Sanierung der Wandverkleidung noch in der Ausführung. Derzeit sind 6 Wandbereiche fertiggestellt, 2 sind in der Bearbeitung. Terminlich sind die Halle 21 und Halle 24 somit derzeit im Terminplan. Untersuchungen an den Einrichtungsgegenständen (u.a. Matten, Teppiche) haben keine Asbestfasern nachweisen können. Alle Turngeräte in Halle 21 wurden vorab für die Sanierungsarbeiten abgebaut und in Halle 22 zwischengelagert. Bei dieser Gelegenheit wurden alle Geräte gereinigt. Auch die Teppiche werden im Rahmen der Schadstoffsanierung gereinigt.

1. Sanierungsabschnitt: Halle 22 und 23

In Halle 22 und 23 wurden die hinter der Wandverkleidung aus Holz gefundenen Verbauungen aus Promabestplatten durch eine Sanierungsfachfirma abschnittweise saniert. Jeder einzelne Sanierungsbereich wurde vor dem Abbau der Abschottungen gemäß der gesetzlichen Vorschriften mittels Raumluftmessung freigemessen. Nach der Entfernung aller Asbestquellen wurden die Hallen 22 und 23 nacheinander jeweils als ein großer Sanierungsabschnitt einer Asbestreinigung unterzogen. Dabei wurden alle Oberflächen, auch und insbesondere alle Altstaubablagerungen auf erhöhten Flächen sowie der Tragkonstruktion des Daches, gereinigt. Abschließend fand gemäß Asbestrichtlinie so genannte Freigabemessungen statt. Nach dem Abbau der Abschottungen und der Geräte durch das Sanierungsfachunternehmen wurden für den Zeitraum des Eignungstests vom 29.05. bis 01.06.2012 provisorische Wandverkleidungen und Ballfangnetzen aufgebaut. Noch bevor die Hallen 22 und 23 wieder für die Nutzung als Sporthallen wieder freigegeben wurden, wurden erneut die gemäß der Asbestrichtlinie geforderten Raumluftmessungen ebenfalls durchgeführt. Die Schadstoffsanierung der Halle 22 und 23 war rechtzeitig vor dem Eignungstest fertiggestellt.

Hintergrund

Im Zuge der Erstellung eines Schadstoffkatasters für die Sanierung des Institutsgebäudes I wurde festgestellt, dass sich innerhalb der Hallen Promabestplatten befinden, die z.T. erhebliche Beschädigungen aufwiesen. Eine Bewertung dieser Asbestplatten nach der Asbestrichtlinie 1996 für schwachgebundene Asbestprodukte ergab eine Punktzahl > 80 Punkten und somit eine Einstufung in die Dringlichkeitsstufe I „Sanierung unverzüglich erforderlich“. Als Erstmaßnahme wurde vom Gutachter empfohlen, die Halle zu sperren, was auch unverzüglich am 09.02.2012 durchgeführt wurde.

Durch die Untersuchung der entnommenen Probe von den verbauten Platten konnte der Verdacht auf Promabest eindeutig verifiziert werden. Von den entnommenen 7 Kontaktproben wiesen 4 Proben Asbestfasern auf. Die in den Hallen durchgeführten Raumluftmessungen zeigten jedoch keine Faserbelastungen in der Raumluft.  In Zusammenarbeit mit einem Gutachter und entsprechenden Fachfirmen hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW (BLB, Eigentümer) Sofortmaßnahmen zur Gefahrenabwehr gem. Schadstoffverordnung veranlasst und die notwendigen Sanierungsmaßnahmen hallenweise eingeleitet bzw. in Teilen bereits abgeschlossen.