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Rio 2016

Der größte Reisetag, den Rio je erlebt hat

Ein Teil der dänischen Handballnationalmannschaft am Flughafen-so endet meine Zeit in Rio
Ein Teil der dänischen Handballnationalmannschaft am Flughafen-so endet meine Zeit in Rio

Laut Medien und Mitarbeitern des Flughafen ist der 22.08 der am stärksten frequentierte Tag, den der Flughafen in Rio je erlebt hat. Die Schlange am Security Check-In geht durch das ganze Terminal. Fluglinien raten ihren Passagieren sechs Stunden früher am Flughafen zu sein. Ich schaffe es pünktlich zum Gate und treffe sogar noch die Handballnationalmannschaft aus Dänemark, die sich in einem spannenden Finale gegen Frankreich die Goldmedaille sichern konnte. Ein perfekter Abschluss für meine einzigartige Zeit bei den Olympischen Spiele in Rio!

Von Maria Schmidt.

Wegweiser vor den Stadien

Wegweiser vor dem Olympischen Stadion
Wegweiser vor dem Olympischen Stadion

 

In blau, auf Hochstühlen mit großen Papphänden, sind viele Menschen als Wegweiser vor allen Olympischen Venues positioniert. Sie sind fast ausschließlich aus Rio, da sie sich gut auskennen müssen. Anders als wir Volunteers werden sie bezahlt. Die Bezahlung beträgt 80 Real pro Tag, was umgerechnet ca. 22,85 € für acht Stunden Arbeit sind Viele Studierende machen diesen Job in ihren Semesterferien.

Ein Beitrag von Maria Schmidt.

 

Weltsprache Englisch: Bei den Olympischen Spielen in Rio Fehlanzeige

Bei internationalen Großveranstaltungen ist es normalerweise Grundvoraussetzung englisch zu sprechen. Bei den Olympischen Spielen in Rio scheint das nicht der Fall zu sein. Offizielle Kampfrichter, Koordinatoren, Manager, Dopingkontrolleure und viele Weitere können kein englisch. Das sorgt für Frustration unter den Volunteers. Kommunikation in Whatsapp-Gruppen erfolgt fast ausschließlich auf portugiesisch, Arbeitsanweisungen vor Ort ebenfalls. Viel schlimmer aber für die Athleten: Viele wissen oft nicht, wo sie hin sollen und was genau der Ablaufplan ist. Oft benötigt es einen Volunteer, der englisch und portugiesisch kann, um das Kommunikationsproblem zwischen Athleten und Offiziellen zu lösen. Dabei können wertvolle Minuten vergehen. Eine Athletin wird direkt nach ihrem Lauf zur Dopingkontrolle gebeten. Noch in Wettkampfkleidung will sie ihren Trainingsanzug holen. In den Katakomben des Stadions kann es kalt werden. Der Dopingkontrolleur versteht sie nicht, will sie nicht gehen lassen und wird schließlich unfreundlich. Am Ende klärt ein Volunteer die Situation. Die Athletin hat Tränen in den Augen. So werden aus kleinen Missverständnissen oft große Probleme. Und das nur aufgrund mangelnder Englischkenntnisse.

Von Maria Schmidt

Die brasilianischen Fans – Eine Sache für sich

Thiago aus Brasilien gewinnt überraschend Gold im Stabhochsprung
Thiago aus Brasilien gewinnt überraschend Gold im Stabhochsprung

So überragend die brasilianischen Fans ihre Athleten auch anfeuern, so unbarmherzig sind sie mit den Gegnern, egal in welcher Sportart und aus welcher Nation. Im Tennis, beim Beachvolleyball und beim Handball; der negative Höhepunkt dann beim Stabhochsprung am Montagabend. Der favorisierte Franzose Lavillenie wird bei seinem letzten Sprung ausgebuht. Von ihm gibt es dafür Daumen runter. Der Brasilianer Thiago holt sich mit neuem Olympischen Rekord Gold. Unser Host erzählt uns, dieses Fanverhalten sei in Brasilien normal. Schon in der Grundschule wird der Gegner ausgebuht. Für uns unsportliches Verhalten. Natürlich freuen wir uns aber trotzdem mit den Brasilianern über diesen geschichtsträchtigen Sieg im eigenen Land.

Zu den Aufgaben eines Volunteers in Rio…

jan2

Während Maria mit ihrer Arbeit bei der Leichtathletik gerade erst startet, neigt sich mein Arbeitseinsatz langsam aber sicher auch schon wieder dem Ende entgegen.

Im Wesentlichen beschränkt sich meine Aufgabe bei Olympia auf den Kern von freiwilliger Arbeit – anderen Menschen Unterstützung anzubieten und ihnen dabei zu helfen etwaige Probleme zu lösen.

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