1. Sanierungsabschnitt: Halle 22 und 23

In Halle 22 und 23 wurden die hinter der Wandverkleidung aus Holz gefundenen Verbauungen aus Promabestplatten durch eine Sanierungsfachfirma abschnittweise saniert. Jeder einzelne Sanierungsbereich wurde vor dem Abbau der Abschottungen gemäß der gesetzlichen Vorschriften mittels Raumluftmessung freigemessen. Nach der Entfernung aller Asbestquellen wurden die Hallen 22 und 23 nacheinander jeweils als ein großer Sanierungsabschnitt einer Asbestreinigung unterzogen. Dabei wurden alle Oberflächen, auch und insbesondere alle Altstaubablagerungen auf erhöhten Flächen sowie der Tragkonstruktion des Daches, gereinigt. Abschließend fand gemäß Asbestrichtlinie so genannte Freigabemessungen statt. Nach dem Abbau der Abschottungen und der Geräte durch das Sanierungsfachunternehmen wurden für den Zeitraum des Eignungstests vom 29.05. bis 01.06.2012 provisorische Wandverkleidungen und Ballfangnetzen aufgebaut. Noch bevor die Hallen 22 und 23 wieder für die Nutzung als Sporthallen wieder freigegeben wurden, wurden erneut die gemäß der Asbestrichtlinie geforderten Raumluftmessungen ebenfalls durchgeführt. Die Schadstoffsanierung der Halle 22 und 23 war rechtzeitig vor dem Eignungstest fertiggestellt.

Hintergrund

Im Zuge der Erstellung eines Schadstoffkatasters für die Sanierung des Institutsgebäudes I wurde festgestellt, dass sich innerhalb der Hallen Promabestplatten befinden, die z.T. erhebliche Beschädigungen aufwiesen. Eine Bewertung dieser Asbestplatten nach der Asbestrichtlinie 1996 für schwachgebundene Asbestprodukte ergab eine Punktzahl > 80 Punkten und somit eine Einstufung in die Dringlichkeitsstufe I „Sanierung unverzüglich erforderlich“. Als Erstmaßnahme wurde vom Gutachter empfohlen, die Halle zu sperren, was auch unverzüglich am 09.02.2012 durchgeführt wurde.

Durch die Untersuchung der entnommenen Probe von den verbauten Platten konnte der Verdacht auf Promabest eindeutig verifiziert werden. Von den entnommenen 7 Kontaktproben wiesen 4 Proben Asbestfasern auf. Die in den Hallen durchgeführten Raumluftmessungen zeigten jedoch keine Faserbelastungen in der Raumluft.  In Zusammenarbeit mit einem Gutachter und entsprechenden Fachfirmen hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW (BLB, Eigentümer) Sofortmaßnahmen zur Gefahrenabwehr gem. Schadstoffverordnung veranlasst und die notwendigen Sanierungsmaßnahmen hallenweise eingeleitet bzw. in Teilen bereits abgeschlossen.

Sanierung der Nordhallen

Im März dieses Jahres mussten die Nordhallen der Deutschen Sporthochschule Köln aufgrund einer Schadstoffkontamination gesperrt werden. Mit der Sanierung der betroffenen Berei­che wurde begonnen, die Durchführung der Lehrveranstaltungen im Sommer­semester 2012 konnte durch geeignete Maßnahmen sicher gestellt werden.

Um Sie über den Fortschritt der Sanierungsarbeiten auf dem Laufenden zu halten, haben wir aktuell und ganz neu einen Blog eingerichtet. Hier erfahren Sie zukünftig Aktuelles, Hintergrundinfos, Termine und mehr … rund um die Sanierung der Nordhallen …