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Blog On Tour

SpoHo op jöck! Mit dem Heimathafen in Köln, begibt sich die SpoHo in alle Welt. Hier berichten Studierende und Dozierende über Auslandsaufenthalte, von ihren Eindrücken bei sportlichen Großevents oder schildern einfach ihre Erfahrungen außerhalb der Domstadt.

Training, Turnen und Empfang

Heute haben wir zum ersten Mal in der Taekwondo-Halle trainiert. Die Trainingsräume  werden über den ganzen Tag verteilt, an verschiedene Nationen vergeben. Unser Trainingszeitraum war von 9:00-10:30 Uhr. Um zu den jeweiligen Hallen zu gelangen, werden die Athletinnen und Athleten in regelmäßigen Abständen von Shuttle-Bussen vom Universiade-Dorf abgeholt. Die verschiedenen Hallen sind über die ganze Stadt verteilt. Unsere Fahrt dauert ca. 20 Minuten.

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Die Taekwondo-Halle

Die Taekwondo-Halle ist riesig. Heute haben wir allerdings nur einen Bruchteil davon gesehen; nämlich unseren kleinen Trainingsraum, den wir uns mit dem Nationalteam aus Sri Lanka teilten.

Unser Trainingsraum
Unser Trainingsraum

Nach dem Mittagessen (Entenbrust, Salat, Oktopus, Reis, Fladenbrot, Kimchi und süße Reiskugeln mit Wassermelone zum Dessert) fuhren wir in die Turnhalle, wo das Turn-Team heute den ersten Wettkampftag hatte. Gratulation an die Turner zu einem gelungenen Auftritt.

Fabian Hambüchen an den Ringen
Deutscher Turner an den Ringen

Die Turnhalle wurde ebenfalls für die Universiade neu gebaut und ist (Insider für SpoHos) fast so cool wie Halle 21. 😉

Halle für die Tunrwettbewerbe
Halle für die Turnwettbewerbe

Am Abend fand anlässlich der Teilnahme der deutschen Studierendennationalmannschaft an der Universiade, ein Empfang im Goethe Institut Gwangju statt…eine große Ehre für uns Sportlerinnen und Sportler.

Empfang im Garten des Goethe Institut
Empfang im Garten des Goethe Institut
Banner zu Ehren des Studierendenteams
Banner zu Ehren des Studierendenteams

 

Das Universiade-“Dorf”

Wenn ich von einem Dorf spreche, dann stelle ich mir etwas vor, das meiner Heimatgemeinde mit ca. 2.700 Einwohnern, einem Supermarkt und einer Tankstelle, ähnelt. Bei der Universiade sind die Dimensionen etwas größer.

Lageplan Universiade-Dorf Gwangju
Lageplan Universiade-Dorf Gwangju

Das sogenannte Dorf beherbergt hier ca. 15.000 Menschen, die in 20 Hochhäusern mit jeweils 30 Stockwerken untergebracht sind. Das deutsche Haus ist Gebäude 302. Im dritten Stock befindet sich das Organisationsbüro des adh. Im vierten Stock haben die zwei Ärzte und die Physios ihre Behandlungsräume. Was mir an unserem Haus besonders gut gefällt, ist die räumliche Nähe zur 24 Stunden geöffneten Mensa. 😉 Das ist ein Traum!

Gebäude 302 - Das deutsche Haus
Gebäude 302 – Das deutsche Haus

Das Appartement, in dem ich wohne, ist im elften Stock. Jedes Appartement besteht aus drei Schlafzimmern. Es wohnen also immer sieben Sportler, verteilt auf drei Schlafzimmer in zweier und dreier Zimmern. Ich teile mir ein Zimmer mit meiner Taekwondo-Freundin, Caro, und wir teilen uns unser Appartement mit fünf Schwimmerinnen, die ich bereits im letzten Blogeintrag vorgestellt habe.

Leider gibt es pro Hochhaus nur einen Aufzug, der nacheinander alle Stockwerke abklappert. Wenn man im Erdgeschoss ist, ist der Aufzug natürlich immer ganz oben. Wenn man im elften Stock steht, wartet man 10 Minuten bis der Aufzug kommt um dann festzustellen, dass auf den 4 Quadratmetern Aufzugfläche schon gefühlte 38 Menschen stehen. Ich laufe mittlerweile rauf und runter. Gut, dass wir “nur” im elften Stock wohnen. Das Team aus Litauen wohnt in Stockwerk 25 und höher…

Das ganze Dorf wurde für die Universiade neu gebaut. Nach dem Ende der Veranstaltung sollen die Wohnungen zu einem ganz normalen Wohngebiet umgewandelt und an Koreanerinnen und Koreaner vermietet werden. Aus diesem Grund sind in den Appartements einzelne Einrichtungsgegenstände noch provisorisch abgeklebt. Es soll nämlich nichts kaputt gehen. Da später auch die Betten mit vermietet werden, gab es anfangs die Vorgabe, die Plastikverschweißung der Matratze nicht zu entfernen. Nach einer schweißgebadeten Nacht, bei der man nach jeder Drehung durch Knistern und Rascheln geweckt wurde, haben wir uns auf den Kompromiss geeinigt, die Folie für zwei Wochen abzuziehen.

Caro bei ihrem ersten Internettelefonat in unserem Zimmer
Caro bei ihrem ersten Internettelefonat in unserem Zimmer

Anstatt Schränke, gibt es eine Art Wäscheständer und Boxen zum Selbstaufbauen. Da unser Wohnzimmer nicht eingerichtet ist, haben wir es zu einem begehbaren Kleiderschrank und gleichzeitig Wäschetrockenraum umgewandelt. Da meine Eltern den Blog auch lesen, möchte ich anmerken, dass mein Wäscheständer der Ordentliche in der rechten Bildhälfte ist. 😉 Spaß…es ist wirklich schwierig, ohne richtige Schränke und nur mit vier Kleiderbügeln, Ordnung zu halten.

Unser Wohnzimmer in Wohnung 1103
Unser Wohnzimmer in Wohnung 1103
Caro beim Aufbau ihrer Box
Caro beim Aufbau ihrer Box

In jedem Hochhaus gibt es im Erdgeschoss einen Waschsalon mit netten koreanischen Mitarbeitern, die einem helfen, die koreanisch beschrifteten Waschmaschinen so zu bedienen, dass man die Kleidung nach der Wäsche noch anziehen kann. Bei mir hat es geklappt.

Freundliche Helfer beim Wäschewaschen
Freundliche Helfer beim Wäschewaschen

Unter diesem Link findet man einen Rundgang durch das Universiade-Dorf: https://www.youtube.com/watch?v=VscIWqNfWbc

 

Nur ein Wort: Überwältigend

Nachdem wir uns gestern Abend etwas akklimatisieren konnten, stand heute die erste Trainingseinheit auf dem Programm. Ganz nach dem Motto: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen, trafen wir uns im kleinen Stadion des Athletendorfs zu einer lockeren Lauf- und Stretchingeinheit. Da das Stadion für die Masse an trainingswilligen Studierenden doch etwas klein ausgelegt ist, wurde aus dem Laufen eher ein Slalom um verschiedene Trainingseinheiten anderer Sportarten. Neben Baseball, Basketball, Leichtathletik, Fußball und Judo, konnten wir auch eine Gruppe Fechter bei ihrem Training beobachten.

Das Taekwondo-Team nach der ersten Trainingseinheit
Das Taekwondo-Team nach der ersten Trainingseinheit

Nach dem Training merkte man bei allen schon die Vorfreude auf die Eröffnungsfeier am Abend. Wir hatten kurz Zeit zum Mittagessen (bei mir gab es Salat, indisches Curry mit Reis und als Dessert Melone mit Litschi), bevor wir gemeinsam mit der deutschen Mannschaft ein Team-Foto machten. Dann ging es per Shuttlebus zum “Universiade Main Stadium” in dem in den nächsten Tagen auch die Leichtathletikwettbewerbe stattfinden.

Der Bustransport von mehr als 15.000 Studierenden aus 144 Ländern war eine organisatorische Meisterleistung. Es hat erstaunlich gut geklappt.

Nicht nur ein Bus fährt zur Eröffnungsfeier...
Nicht nur ein Bus fährt zur Eröffnungsfeier…

Zur Feier des Tages habe ich mir noch schnell ein cooles Tattoo machen lassen.

ADH Tattoo
adh-Tattoo

Meine Zimmerkolleginnen, alles Schwimmerinnen, konnten leider nicht an der Eröffnungsfeier teilnehmen. Sie haben morgen bereits sehr früh ihren ersten Wettkampftag und sind dafür bestens ausgestattet.

Laura, Nadine, Alina, Tina und Paulina mit ihrer Flagge
Laura, Nadine, Alina, Tina und Paulina mit ihrer Flagge

 

Bevor die Eröffnungszeremonie anfing, warteten alle Nationen gemeinsam auf einem Rasenvorplatz des Main Stadiums. Diese Zeit wurde dazu genutzt, die Fahnen an die jeweiligen Fahnenträger zu übergeben und die Nationen nach alphabetischer Reihenfolge für den Einmarsch aufzustellen. Des weiteren wurde eines der Universiademysterien aufgeklärt.

Wir hatten uns im Vorfeld darüber gewundert, dass wir so viele Anstecknadeln mit Deutschlandflagge vom adh bekommen haben. Eine oder zwei hätten ja prinzipiell pro Person gereicht. Falsch gedacht! Bei der Universiade ist es Brauch, mit möglichst vielen verschiedenen Nationen die Anstecknadeln zu tauschen. Nachdem wir das erfahren haben, hätten wir alle gerne mindestens 144 Anstecknadeln bekommen, um mit jeder Nation tauschen zu können. Ich habe immerhin eine kleine aber feine Auswahl gesammelt.

Universiadeausweis mit verschiedenen Pins
Universiadeausweis mit verschiedenen Pins

Außerdem war noch Zeit dazu, alle Studierenden der SpoHo zusammenzutrommeln und ein SpoHo-Bild vor dem Main Stadium zu machen. Wir grüßen auf diesem Wege alle Mitarbeiter und Studierenden der SpoHo und bedanken uns für Eure/ Ihre Unterstützung.

SpoHos vor dem Main Stadium
SpoHos vor dem Main Stadium

V.l.n.r.: Dr. Norbert Stein (Disziplinchef Leichtathletik), Fabian Hambüchen (Turnen), Marvin Caspari (Leichtathletik), Johanna Müller (Judo), Triumf Beha (Taekwondo), Carolin Franzke (Rudern), Marilena Werth (Taekwondo)

Fabian Hambüchen mit Fahne
Fabian Hambüchen mit Fahne

Fabian Hambüchen (Welthochschulsportler 2015 und Fahnenträger der deutschen Studierendennationalmannschaft) in der Abendsonne Gwangjus.

Ich dachte, dass die Beschreibung der Eröffnungsfeier zu den ausführlichsten Beiträgen des Blogs werden würde aber mir fehlen dazu die Worte. Es war für mich ein unglaubliches, faszinierendes und nicht beschreibbares Erlebnis. Ich bin immer noch begeistert von der Herzlichkeit und Euphorie der Koreaner und der spektakulären Performance der Tanzgruppen. Ich hatte Gänsehaut, als wir nach dem Tunnel in den Katakomben des Stadions erstmals auf die ausverkauften Ränge blickten und die Stimme des Sprechers durch das Stadion hallte: “Germany”

In dem Sinne: Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte…

Einmarsch ins Stadion
Einmarsch ins Stadion
Das deutsche Team
Das deutsche Team
Unser Sitzplatz während der Eröffnungsfeier
Unser Sitzplatz während der Eröffnungsfeier
Koreanische Flagge und das "U" als Symbol der Universiade
Koreanische Flagge und das “U” als Symbol der Universiade
Taekwondo-Team im Stadion
Taekwondo-Team im Stadion
Feuerwerk
Feuerwerk
Das Gastgeberland ganz zum Schluss des Einmarsch der Nstionen
Das Gastgeberland ganz zum Schluss des Einmarsch der Nationen
Koreanische Studierendennationalmannschaft
Koreanische Studierendennationalmannschaft
Koreanischer Fackelträger
Koreanischer Fackelträger
Frisch entflammtes Feuer der Universiade
Frisch entflammtes Feuer der Universiade

Die Entzündung des Universiade-Feuers war zum Schluss der Veranstaltung ein absolutes Highlight.