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Blog On Tour

SpoHo op jöck! Mit dem Heimathafen in Köln, begibt sich die SpoHo in alle Welt. Hier berichten Studierende und Dozierende über Auslandsaufenthalte, von ihren Eindrücken bei sportlichen Großevents oder schildern einfach ihre Erfahrungen außerhalb der Domstadt.

Impressionen aus dem Supermarkt

Koreanischer Supermarkt
Koreanischer Supermarkt

Immer wenn ich im Ausland bin, gehört das Einkaufen in einem Supermarkt zu den ersten Sachen, die ich mache. Ich finde, man kann die Kultur eines Landes am besten durch das Erforschen der traditionellen Produkte und Speisen kennenlernen. Anhand der letzten Beiträge konnte man mein Faible für gutes und außergewöhnliches Essen schon erkennen. Gerade war ich im Supermarkt und habe allerlei Kurioses gesehen.

Direkt im Eingangsbereich gibt es eine große Gemüse-und Obstabteilung. Das Besondere ist die Auswahl an Pilzen. Kleine, große, lange, dünne…es ist alles dabei. Koreaner scheinen Pilz-Fans zu sein.

Gemüseabteilung im koreanischen Supermarkt
Gemüseabteilung im koreanischen Supermarkt

Aber sie lieben nicht nur Pilze. Wassermelonen mögen sie auch. Die gibt es in der Mensa des Universiade-Dorfes jeden Tag. Im Gegensatz zu den Pilzen allerdings nur in RIESIG. Ich habe mir direkt ein paar als Mitbringsel für Freunde und Familie in Deutschland besorgt.

Melonen zum Schieben
Melonen zum Schieben

Das wahrscheinlich skurrilste war allerdings die “Knabberabteilung”. Hier knabbert man wohl gerne getrocknete Fische. Anstatt Chips, gibt es Fische in den unterschiedlichsten Ausführungen.

Fische mittelgroß
Fische mittelgroß
Fische klein
Fische klein
Fischköpfe
Fischköpfe
Happy Octopus
Happy Octopus
Happy Octopus plattgeklopft
Happy Octopus plattgeklopft

Auch die Fleischtheke sieht etwas anders aus, als in Deutschland. Heute gab es Hühnchen im SALE.

Hühnchen im Kühlregal
Hühnchen im Kühlregal

Anstelle von Eis am Stiel, gibt es in Koreas Kühltruhen “Fleisch am Stiel”…

Fleisch am Stil
Fleisch am Stil

Aber nicht nur ich habe Sachen gesehen, von deren Existenz ich bislang nichts wusste. Auch Caro hat etwas für sie sehr außergewöhnliches entdeckt…eine Möhre! Ich sage dazu zwar Karotte und habe sowas auch schon gesehen, aber zugegeben: groß war sie wirklich.

Caro und ihre "Riesenmöhre"
Caro und ihre koreanische “Riesenmöhre”
Zur Verdeutlichen der Möhrendimensionen: Vergleich mit Nase
Zur Verdeutlichen der Möhrendimensionen: Vergleich mit Nase

Die Süßwarenabteilung war allerdings sehr ansprechend. Leider weiß man gar nicht, was einen erwartet. Von außen sieht es jedoch gut aus…

Koreanische Süßwaren
Koreanische Süßwaren

Schreibt mit doch mal einen Kommentar unter den Beitrag, was ich euch aus Korea mitbringen soll und wieso. Vielleicht könnt ihr mich ja überzeugen, euren Wunsch zu erfüllen. 🙂

 

Training, Turnen und Empfang

Heute haben wir zum ersten Mal in der Taekwondo-Halle trainiert. Die Trainingsräume  werden über den ganzen Tag verteilt, an verschiedene Nationen vergeben. Unser Trainingszeitraum war von 9:00-10:30 Uhr. Um zu den jeweiligen Hallen zu gelangen, werden die Athletinnen und Athleten in regelmäßigen Abständen von Shuttle-Bussen vom Universiade-Dorf abgeholt. Die verschiedenen Hallen sind über die ganze Stadt verteilt. Unsere Fahrt dauert ca. 20 Minuten.

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Die Taekwondo-Halle

Die Taekwondo-Halle ist riesig. Heute haben wir allerdings nur einen Bruchteil davon gesehen; nämlich unseren kleinen Trainingsraum, den wir uns mit dem Nationalteam aus Sri Lanka teilten.

Unser Trainingsraum
Unser Trainingsraum

Nach dem Mittagessen (Entenbrust, Salat, Oktopus, Reis, Fladenbrot, Kimchi und süße Reiskugeln mit Wassermelone zum Dessert) fuhren wir in die Turnhalle, wo das Turn-Team heute den ersten Wettkampftag hatte. Gratulation an die Turner zu einem gelungenen Auftritt.

Fabian Hambüchen an den Ringen
Deutscher Turner an den Ringen

Die Turnhalle wurde ebenfalls für die Universiade neu gebaut und ist (Insider für SpoHos) fast so cool wie Halle 21. 😉

Halle für die Tunrwettbewerbe
Halle für die Turnwettbewerbe

Am Abend fand anlässlich der Teilnahme der deutschen Studierendennationalmannschaft an der Universiade, ein Empfang im Goethe Institut Gwangju statt…eine große Ehre für uns Sportlerinnen und Sportler.

Empfang im Garten des Goethe Institut
Empfang im Garten des Goethe Institut
Banner zu Ehren des Studierendenteams
Banner zu Ehren des Studierendenteams

 

Das Universiade-“Dorf”

Wenn ich von einem Dorf spreche, dann stelle ich mir etwas vor, das meiner Heimatgemeinde mit ca. 2.700 Einwohnern, einem Supermarkt und einer Tankstelle, ähnelt. Bei der Universiade sind die Dimensionen etwas größer.

Lageplan Universiade-Dorf Gwangju
Lageplan Universiade-Dorf Gwangju

Das sogenannte Dorf beherbergt hier ca. 15.000 Menschen, die in 20 Hochhäusern mit jeweils 30 Stockwerken untergebracht sind. Das deutsche Haus ist Gebäude 302. Im dritten Stock befindet sich das Organisationsbüro des adh. Im vierten Stock haben die zwei Ärzte und die Physios ihre Behandlungsräume. Was mir an unserem Haus besonders gut gefällt, ist die räumliche Nähe zur 24 Stunden geöffneten Mensa. 😉 Das ist ein Traum!

Gebäude 302 - Das deutsche Haus
Gebäude 302 – Das deutsche Haus

Das Appartement, in dem ich wohne, ist im elften Stock. Jedes Appartement besteht aus drei Schlafzimmern. Es wohnen also immer sieben Sportler, verteilt auf drei Schlafzimmer in zweier und dreier Zimmern. Ich teile mir ein Zimmer mit meiner Taekwondo-Freundin, Caro, und wir teilen uns unser Appartement mit fünf Schwimmerinnen, die ich bereits im letzten Blogeintrag vorgestellt habe.

Leider gibt es pro Hochhaus nur einen Aufzug, der nacheinander alle Stockwerke abklappert. Wenn man im Erdgeschoss ist, ist der Aufzug natürlich immer ganz oben. Wenn man im elften Stock steht, wartet man 10 Minuten bis der Aufzug kommt um dann festzustellen, dass auf den 4 Quadratmetern Aufzugfläche schon gefühlte 38 Menschen stehen. Ich laufe mittlerweile rauf und runter. Gut, dass wir “nur” im elften Stock wohnen. Das Team aus Litauen wohnt in Stockwerk 25 und höher…

Das ganze Dorf wurde für die Universiade neu gebaut. Nach dem Ende der Veranstaltung sollen die Wohnungen zu einem ganz normalen Wohngebiet umgewandelt und an Koreanerinnen und Koreaner vermietet werden. Aus diesem Grund sind in den Appartements einzelne Einrichtungsgegenstände noch provisorisch abgeklebt. Es soll nämlich nichts kaputt gehen. Da später auch die Betten mit vermietet werden, gab es anfangs die Vorgabe, die Plastikverschweißung der Matratze nicht zu entfernen. Nach einer schweißgebadeten Nacht, bei der man nach jeder Drehung durch Knistern und Rascheln geweckt wurde, haben wir uns auf den Kompromiss geeinigt, die Folie für zwei Wochen abzuziehen.

Caro bei ihrem ersten Internettelefonat in unserem Zimmer
Caro bei ihrem ersten Internettelefonat in unserem Zimmer

Anstatt Schränke, gibt es eine Art Wäscheständer und Boxen zum Selbstaufbauen. Da unser Wohnzimmer nicht eingerichtet ist, haben wir es zu einem begehbaren Kleiderschrank und gleichzeitig Wäschetrockenraum umgewandelt. Da meine Eltern den Blog auch lesen, möchte ich anmerken, dass mein Wäscheständer der Ordentliche in der rechten Bildhälfte ist. 😉 Spaß…es ist wirklich schwierig, ohne richtige Schränke und nur mit vier Kleiderbügeln, Ordnung zu halten.

Unser Wohnzimmer in Wohnung 1103
Unser Wohnzimmer in Wohnung 1103
Caro beim Aufbau ihrer Box
Caro beim Aufbau ihrer Box

In jedem Hochhaus gibt es im Erdgeschoss einen Waschsalon mit netten koreanischen Mitarbeitern, die einem helfen, die koreanisch beschrifteten Waschmaschinen so zu bedienen, dass man die Kleidung nach der Wäsche noch anziehen kann. Bei mir hat es geklappt.

Freundliche Helfer beim Wäschewaschen
Freundliche Helfer beim Wäschewaschen

Unter diesem Link findet man einen Rundgang durch das Universiade-Dorf: https://www.youtube.com/watch?v=VscIWqNfWbc