Einblick in das Tutorienprogramm der SpoHo

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Das Tutorien Programm der Deutschen Sporthochschule Köln steht allen Studierenden der DSHS zur Verfügung und ist sehr beliebt. Ganz nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ werden die Teilnehmer von erfahrenen Tutoren in ihrem Selbststudium unterstützt. Die Fachtutoren gibt es sowohl in theoretisch als auch in praktischer Form. Sie gelten als prüfungsvorbereitend und orientieren sich inhaltlich an den Lehrplänen der jeweiligen Kurse, sodass Studierende, die Probleme mit den Lerninhalten haben, die Kursinhalte neben den Kursen im Tutorium üben können. Dafür muss man sich am Anfang des Semesters für das gewünschte Tutorium über die Homepage der DSHS anmelden. Die Tutorien erfüllen jedoch noch einen weiteren Zweck neben dem eigenständigen Lernen und dem Vorbereiten auf Prüfungen. Werden Teilnahmeleistungen in den praktischen Kursen nicht vollbracht, so müssen diese im Tutorium nachgeholt werden, damit der Kurs als bestanden verbucht werden kann.

Im Sommersemester 2106 werden für die Bachelor Studiengänge 25 praktische Fachtutorien angeboten, darunter zählen unter anderem Akrobatik, Bahnrad, Fechten, Parkour, Schwimmen und Wasserspringen. Mit 10 Übungszeiten pro Woche ist Turnen das am stärksten nachgefragte Tutorium, gefolgt von Schwimmen mit 5 Übungszeiten pro Woche.

In der Theorie werden nur zwei Tutorien angeboten. Neben dem gut besuchten Statistik Tutorium wird ebenfalls die Kinematik und Kinetik Vorlesung aufgearbeitet. Dort wird der klausurrelevante Unterrichtsstoff ausführlicher erklärt und anhand von Beispielen und Übungsaufgaben gesichert.

Neben den prüfungsvorbereitenden Fachtutorien findet immer im ersten Semester das Orientierungstutorium zur Unterstützung in den Studieneinstieg statt. Dort werden allgemeine Informationen über die DSHS sowie studienrelevante Kernkompetenzen vermittelt.

 

Interview mit Tennis-Tutor Claudius Müller:

Wie kamst du auf die Idee Tutor zu werden?

Claudius: Im 2. Semester hat mich mein damaliger Tennisdozent gefragt, ob ich nicht Tutor werden will. Ich selbst bin da gar nicht drauf gekommen. Als ich mich ein bisschen über die Aufgabe informiert habe, habe ich mir gedacht, dass es eigentlich recht cool wäre, in der Lehre Fuß zu fassen. Daraufhin bin ich Tutor geworden.

Wie viele Tutorien leitest du?

Dieses Semester leite ich 2 Tennis Tutorien. Das Maximum waren 3 Tutorien im letzten Semester.

Wie gestaltest du ein Tutorium?

Grundsätzlich versuche ich mich an den Lehrplänen der Dozenten entlang zu hangeln, aber letzten Endes ist es für mich sehr wichtig, dass die Schüler miteinander spielen können. Es bringt nichts, wenn sie gegeneinander spielen und kein vernünftiger Ballwechsel zustande kommt. Am Ende des Semesters sollen sie auf den Platz gehen, eigenständig zählen können und ein richtiges Spiel zustande bringen.

Tutor Claudius intensiviert noch einmal die Kursinhalte
Tutor Claudius intensiviert noch einmal die Kursinhalte

Was macht die Aufgabe als Tutor für dich aus?

Zum einen bringt man den Studierenden etwas bei, ich denke, die sind für jede Hilfe dankbar. Gerade beim Tennis, wo man mit 20 Leuten im Kurs auf 4 Plätzen spielt, ist es sehr schwierig, dass sich der Dozent privat mit einem beschäftigt, um Tipps geben zu können. Und darin sehe ich meine Aufgabe, nämlich individuelle Tipps zu geben. Auf dem Platz kann ich nicht jedem gleichzeitig helfen, dafür sind wir zu viele Schüler. Aber ich versuche dann dementsprechend rumzugehen.

Würdest du die Aufgabe als Tutor weiterempfehlen?

Definitiv. Es ist eine sehr abwechslungsreiche und lehrreiche Aufgabe. Die Schüler kommen motiviert zum Tutorium und ihnen macht es meistens Spaß. Es ist eine sehr dankbare Aufgabe, und gerade wenn man mal später in der Uni Fuß fassen will, ist das ein guter Einstieg in die Lehre.

Würdest du den Studierenden ein Tutorium empfehlen?

Ich denke, es sollte der Anspruch von jedem Sportstudierenden sein, dass wenn man eine völlige neue Sportart ausübt, diese auch am Ende des Semesters beherrscht und dementsprechend in Zukunft mit einer ganz anderen Freude herangeht. Als Sportstudent sollte man wissen, worum es im Tennis geht.

 

Interview mit Teilnehmerin Jill Kohnen:

An wie vielen Tutorien nimmst du dieses Semester teil?

Jill: Momentan bin ich in 3 Tutorien angemeldet, bei Tennis, Badminton und Bahnrad. Ich war aber auch schon einmal beim Mountainbike Tutorium, um eine Bestandsabnahme nachzuholen.

Warum hast du dich für die 3 Tutorien im vorhinaus angemeldet?

Bahnrad habe ich mir extrem schwierig vorgestellt. Für Tennis und Badminton habe ich mich angemeldet, weil ich noch nicht wusste, in welcher von den beiden Sportarten ich mich auf Note prüfen lasse. Deswegen wollte ich in beiden Tutorien üben, damit ich mich frei entscheiden kann. Und natürlich auch um des Spaßes Willens.

Inwiefern profitierst du von den Tutorien?

Man hat einfach mehr Übung und viel mehr Spielpartner, dadurch merkt man, wie man von Mal zu Mal besser wird. Beim Bahnrad kann man sich sehr gut an das Fahrrad selbst und an die Bahn gewöhnen, dann fühlt man sich sicherer.

Würdest du deinen Kommilitonen die Tutorien empfehlen?

Wenn es bei einem zeitlich passt und man auch Spaß an der Sportart hat, dann auf jeden Fall. Man kann sich nur verbessern.

Hast du Verbesserungsvorschläge?

Vom Inhalt her gibt es eigentlich nichts zu verbessern. Manche Tutorien liegen leider zu ungünstigen Zeiten und finden nur einmal die Woche statt. Wenn man dann ein Seminar oder eine Vorlesung hat, hat man gar keine Möglichkeit, teilnehmen zu können.

Beim Aufschlagtraining (nicht im Bild: Jill Kohnen)
Beim Aufschlagtraining mit Sophie (nicht im Beitrag)

 

Ein Beitrag von Lea Rostek


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